„ATLANTIS“


Die neue Form der Gemeinschaft


Autor: Karl-Heinz Rauscher





















Leseprobe


Einleitung


Die tragende Struktur menschlichen Lebens ist seit jeher die Gemeinschaft. Nur im Zusammenschluß lassen sich die Kräfte, Talente und Fähigkeiten finden und bündeln, die der Mensch zum Überleben, zur Ausbildung von Wohlstand und einem guten Miteinander braucht. In den frühen Klan- und Stammesgemeinschaften teilten die Jäger die Beute mit allen Anderen. Auch in den Dörfern der späteren Agrargesellschaften war das Leben nur in der Gemeinsamkeit denkbar. Je nach Talent und Anforderung bildeten sich Berufe aus, damit die Bedürfnisse der Gemeinschaft gedeckt werden konnten. Im traditionellen Dorf gab es Bauern, Schmiede, Bäcker, Metzger, Lehrer, Müller, Gerber und so weiter. Der Grad des Wohlstands war neben der Klimazone und der Güte des Ackerbodens abhängig von der Organisation und dem Weltbild der Menschen. Solange man sich als Gemeinschaft verstand, wuchs der Wohlstand aller. Sobald dieser Gemeinsinn verloren ging und egoistische Menschen auftraten, die Wege suchten, um persönlichen Reichtum anzuhäufen, kam es zur Trennung in Arme und Reiche. Der König erhöhte die Steuern, um ein Heer aufzustellen und damit die Nachbarvölker zu überfallen und auszubeuten. Das eroberte Land wurde an wenige Adelige verteilt, die arme, landlose Menschen als Knechte und Leibeigene hielten.

Abhängig vom Geist, der in einer Gesellschaft wehte, war ein gutes Leben für alle möglich oder aber es setzte sich eine kleine reiche Schicht auf Kosten vieler Anderer durch, die mit Gewalt die anderen Menschen aussaugte. Der Sieg des Egoismus über den Gemeinsinn führte zu Ausbeutung, Armut, Kriegen, Leid und Tod. Nach den Wirren der Geschichte, mehreren Aufständen des Volkes, Revolutionen, deren Niederschlagung, Etablierung von Diktaturen und deren Zusammenbruch kam es zur Ausbildung moderner Demokratien. Man suchte wieder den Gemeinsinn zu stärken, damit sich der Wohlstand vermehre. Alle Bürger sollten von den Möglichkeiten der Gesellschaft und dem erwirtschafteten Bruttosozialprodukt profitieren. Dabei beging man allerdings einen wesentlichen Fehler. Man verließ sich nicht auf gemeinsam erwirtschaftete Gelder (Steuern), sondern glaubte, daß sich der Staat von reichen Menschen Geld ausleihen, sich also verschulden müsse, um seinen Bürgern ein gutes Leben bereiten zu können. Statt langsamer aufzubauen und nur das von den Bürgern erwirtschaftete Steuervolumen in Gemeinschaftsprojekte zu investieren, also gesund und solide zu wirtschaften, nahm der Staat Kredite auf, die er nie zurückzahlen kann und deren Zinslast ganz heimlich und leise wieder zur Ausbeutung und Aussaugung des Volkes führt, also zur Trennung von arm und reich. Wieder hat das Egoprinzip einen Weg gefunden, sich zu etablieren. Der Reichtum und das gute Leben, das man sich gemeinsam erarbeitet hat, verfällt. Ganze Staaten können ihre Zinslast nicht mehr bedienen. In Europa werden andere Staaten aufgefordert einzuspringen, die Zinsen der insolventen Staaten zu übernehmen, und werden auf diese Weise in den Strudel der Krise hineingezogen. Heute, im Jahr 2018, stehen wir vor dem Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems, der eine Depression der gesamten Weltwirtschaft nach sich ziehen wird. Ausgangspunkt der Krise ist das Egodenken einiger weniger Menschen, die auf Kosten vieler Menschen Geld und Macht horten.

Die Lösung ist die Rückbesinnung auf den Gemeinsinn, auf die tragenden Strukturen menschlicher Gemeinschaft. Lassen Sie uns wieder funktionierende Gemeinschaften bilden, in denen der Geist der Gemeinsamkeit herrscht. Die Gemeinschaftsform „Atlantis“, die ich in diesem Buch skizziere, bietet eine Struktur, in der sich viele Menschen im Geist der neuen Zeit verbinden können. Atlantis kann uns durch das Chaos des zu erwartenden Zusammenbruchs führen und eine neue Zeit begründen, in der Ausbeutung keinen Platz mehr hat.

Die Zeit der Umwälzung aber wird hart. Für manche wird sie in einer Katastrophe enden, andere werden irgendwie durchkommen und den vergangenen Zeiten nachtrauern, aber es wird auch diejenigen geben - und ich hoffe Sie gehören dazu -, die begreifen, welche neuen Chancen der Zusammenbruch mit sich bringt. Diese Menschen werden die Zeichen der Zeit erkennen, sich rechtzeitig in Atlantis-Gemeinschaften sammeln und gemeinsam das Wertesystem der Zukunft entwickeln. Diese Menschen und die Gemeinschaften, die sie bilden, werden das Kapital der Zukunft sein.

            

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DR. MED. KARL-HEINZ RAUSCHER

Wir gehören alle zusammen